Kleine Geschichte der Bromelien

 

Benannt wurde die Gattung Bromelie nach dem schwedischen Botaniker und Arzt Olf Bromelias ( 17 Jhd ), aus dem später auch der Familienname Bromeliaceae übernommen wurde.

 

Die Familie der Bromeliaceae besteht aus über 50 Gattungen mit einigen tausend Arten und ebenso zahlreichen Hybriden. Interessant für die Terraristik ist die Gattung Bromelia und Tillandsia mit ihren Arten: Neoregelia,Nidularium,Aechmea,Crypthanthus sowie Tillandsia mit Catopsis,Guzmania und Vriesea. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexico bis Argentinien. Die Gattung Bromelia unterscheidet sich durch die mehr oder weniger bestachelten Blattränder, welche Tillandsia nicht aufweist und nur glatte Blätter ausbildet.

 

Die Trichterbromelien stehen in der Terraristik an erster Stelle, weil sie dekorativ und durch ihre Rosetten- Lebensweise passend in ein Regenwaldterrarium integriert werden können. Bromelien sammeln das Wasser um Trockenperioden zu überstehen und ihren Nährstoffbedarf zu decken. Die Blätter der Bromelien sind im Bereich des Trichters mit Saugschuppen vesehen,über die Sie Wasser-und Nährstoffe aufnehmen können. Sind die Bedingungen günstig, bilden die Bromelien auch Wurzeln aus, die zusätzlich Nährstoffe und Haftwurzeln ausbilden um für den nötigen Halt der Unterlage ( meistens die glatte Rinde der Bäume ) zu sorgen.

 

Spezialisten, was die Wasseraufnahme angeht, sind die Tillandsien, die nur Haftwurzeln ausbilden, die nicht zur Wasseraufnahme befähigt sind. Die Wasseraufnahme erfolgt nur über die Blätter, wobei auch geringste Mengen Z.B. Tau und Nebel effektiv verwendet werden.

 

Ausgewachsene Pflanzen bilden aus der Rosette Blütenstände, die Trauben- oder Ährenförmig gestaltet sind. Die Pflege von Bromelien in Regenwaldterrarien bereitet bei den meisten Arten keinerlei Probleme und sind auch gut für den Anfang geeignet. Bromelien mit rein grünen Blättern benötigen weniger Licht als die buntblätrigen Bromelien. Intensive Färbung der Blätter bedeutet einen erhöhten Lichtbedarf, um kräftigere Farben entwickeln zu können. Die Wasserversorgung sollte möglichst mit Regenwasser erfolgen, damit auch keine Kalkreste auf den Blättern zu sehen sind und Wurzeln nicht geschädigt werden.

 

Höchste Diversität bescheren die Berg-und Nebelwälder mit optimalen Temperaturen,hoher Luftfeuchtigkeit und besten Lichtverhältnissen. Bei einigen Tillandsienarten ist darauf zu achten, dass die Pflanzen zügig abtrocknen können.